Märkte - heute und früher

Home

Heute morgen auf dem Wochenmarkt

Viele Menschen sind zu sehen. Viele bunte Stände. Und dort der große Obststand mit den schönen bunten Früchten. Ein angenehmer Duft geht davon aus. ”Guten Morgen, darf's etwas von den leckeren Erdbeeren sein? Heute im Angebot - Zwei Schalen nur fünf Mark” Und da der Wurstwagen - goldgelb geräucherte Würstchen hängen dort in Massen - und wie die duften, lecker. Direkt nebenan steht ein Bäcker mit frischen Brötchen und dem Brot mit dem besonderen Geschmack, den wir so gerne mögen.

Hallo, Guten Morgen ...ach ja das sind die Schmidts aus der Nebenstrasse ,die gehen ja auch immer auf dem Wochenmarkt einkaufen. Jetzt ein Plauschchen halten, aber nicht zu lange, wir wollten doch noch zum Blumenstand, wo es die schönen Hängeampeln für unser Vordach gibt. Da muss man etwas länger anstehen, weil jetzt doch gerade Pflanzzeit ist. Frische Eier müssen wir auch noch besorgen, aber die gibt es ja beim Bauern am Eierstand. Ganz zum Schluss geht es noch zum Fischwagen. Der steht etwas abseits - wegen dem Geruch.

Haben wir jetzt alles? Nein, wir haben noch den Wirsing vergessen, den gibt's dort drüben am Gemüsestand - Oh, heute schon fertig geschnitten, aus eigenem Anbau. Na ja, dann kann ja heute nichts mehr schief gehen.

 

Wochenmärkte Heute

Was sind Wochenmärkte heute? Sind es überflüssige Reliquien aus einer längst vergangenen Zeit der Unterversorgung? Hat nicht schon längst die industrielle Produktion von Lebensmitteln und Gebrauchsgütern und die damit verbundene Ausdehnung von Großkonzernen und deren Warenhausketten den klassischen Wochenmarkt überflüssig gemacht?

Ich denke nein. Gerade heute, wo wir fast jede Woche von neuen Skandalen in der Lebensmittelgroßproduktion über die Medien erfahren, erscheinen mir doch die Wochenmärkte, mit ihren häufig selbstproduzierenden Anbietern aus den regionalen Gebieten, eine der letzten Inseln des Vertrauens im Meer der Großproduktion zu sein.

 

Historisches

Märkte gab es schon im Altertum. Meist wurden sie in Verbindung mit großen Nationalfesten abgehalten. So gab es zum Beispiel Kramfeste in Delos, Olympia und Delphi. Seit dem frühen Mittelalter vermehrten sie sich schnell, besonders an Schnittpunkten bedeutender Handelsstraßen und im Schutz von Burgen und Klöstern. Kirche, Landesfürsten oder Städte gewährten Rechtsschutz (Marktfriede, Marktrecht).

Das Marktwesen setzt eine gewisse wirtschaftliche Entwicklung und das Bestehen von Verkehrszentren voraus. Der Marktplatz war Mittelpunkt und Verkehrszentrum der mittelalterlichen Stadt. Von besonderer Bedeutung waren Jahrmärkte, an denen größere Geschäftsabschlüsse getätigt wurden. Aus ihnen ging die moderne Messe hervor. Heutige Märkte sind auf den Handel im Bezirksbereich beschränkt. (z.B. Tages- und Wochenmärkte).

© Knaurs Lexikon

Mit freundlicher Genehmigung entnommen von http://www.wochenmaerkte.de/wochenmaerkte/wochenmaerkte.htm

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: webmaster @ wochenmarkt-hannover.de
Senden Sie E-Mail mit Beiträge oder Meldungen um den Wochenmarkt Hannover an: redaktion @ wochenmarkt-hannover.de
Copyright © 1999 - 2008 Wochenmarkt Hannover. Alle Rechte vorbehalten.ICQ-Status
 Stand: 23. September 2002